Nicht mit dem maximalen Kredit beginnen
Banken prüfen, welche Darlehenssumme anhand von Einkommen, Verpflichtungen, Eigenkapital und Immobilie grundsätzlich möglich ist.
Für Ihre persönliche Planung sollte die Frage aber anders lauten:
Welche monatliche Belastung möchten Sie über viele Jahre zuverlässig tragen können?
Dabei gehören auch Dinge in die Rechnung, die mit der Immobilie zunächst nichts zu tun haben. Urlaub, Kinder, Auto, Altersvorsorge, Rücklagen und ganz normale Freizeit sollten auch nach dem Immobilienkauf noch Platz haben.
Eine Finanzierung sollte Ihr Leben ermöglichen und nicht bestimmen.
Kaufpreis und Gesamtinvestition sind nicht dasselbe
Wer eine Immobilie für 400.000 Euro kauft, benötigt nicht automatisch nur 400.000 Euro.
Zusätzlich können unter anderem Kosten entstehen für:
Notar und Grundbuch
Grunderwerbsteuer
gegebenenfalls Makler
notwendige Modernisierungen oder Anschaffungen
Beim Neubau kommen weitere Positionen hinzu, beispielsweise Grundstückskosten, Baunebenkosten, Außenanlagen oder Reserven für unerwartete Mehrkosten.
Deshalb ermitteln wir zunächst die Gesamtinvestition und nicht nur den Kaufpreis.
Wie viel Rate ist sinnvoll?
Eine pauschale Prozentregel hilft nur bedingt.
Zwei Haushalte mit gleichem Einkommen können völlig unterschiedliche finanzielle Spielräume haben. Kinder, bestehende Kredite, Fahrzeuge, Versicherungen oder andere regelmäßige Ausgaben verändern die Situation deutlich.
Deshalb rechnen wir die Rate nicht nur danach, was eine Bank akzeptieren würde. Wir besprechen auch, welche Belastung sich für Sie persönlich gut anfühlt.
Rücklagen nicht komplett aufbrauchen
Der Wunsch ist verständlich: möglichst viel Eigenkapital einsetzen, um den Kredit kleiner zu halten.
Trotzdem sollte nach dem Immobilienkauf noch ein finanzieller Puffer vorhanden sein.
Eine kaputte Heizung, ein Auto, eine unerwartete Reparatur oder schlicht ein paar Monate mit höheren Ausgaben sollten nicht sofort die Finanzierung ins Wanken bringen.