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Wie viel Eigenkapital brauche ich wirklich?

Mehr Eigenkapital erleichtert häufig die Finanzierung. Trotzdem sollte nicht automatisch jeder verfügbare Euro in die Immobilie fließen.

Christian Rill Stand: 07.10.2026 Lesezeit: ca. 8 Min.
Kurz erklärt

Das Wichtigste in Kürze

Grundsatz
Eigenkapital reduziert die benötigte Darlehenssumme.
Nebenkosten
Idealerweise können zumindest wesentliche Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln getragen werden.
Konditionen
Der Eigenkapitalanteil kann beeinflussen, wie die Bank die Finanzierung bewertet.
Rücklagen
Ein ausreichender finanzieller Puffer sollte nach dem Kauf erhalten bleiben.

Was zählt überhaupt als Eigenkapital?

Zum klassischen Eigenkapital gehören zunächst verfügbare Geldmittel wie Guthaben auf Konten oder Tagesgeld.

Je nach Finanzierung können auch weitere Vermögenswerte eine Rolle spielen.

Entscheidend ist allerdings nicht nur, was theoretisch vorhanden ist, sondern welcher Teil tatsächlich für das Vorhaben eingesetzt werden soll und verfügbar ist.

Warum Banken Eigenkapital mögen

Je weniger Fremdkapital im Verhältnis zum Immobilienwert benötigt wird, desto geringer ist grundsätzlich das Risiko für die Bank.

Das kann Einfluss auf die Auswahl möglicher Banken und auf die angebotenen Konditionen haben.

Deshalb kann zusätzliches Eigenkapital einen spürbaren Unterschied machen.

Aber mehr ist nicht automatisch besser

Wer sämtliche Reserven in den Immobilienkauf steckt, hat anschließend möglicherweise ein schönes Haus, aber kaum noch Liquidität.

Das kann problematisch werden, wenn kurz nach dem Kauf Reparaturen, neue Möbel oder andere größere Ausgaben anstehen.

Deshalb betrachten wir Eigenkapitaleinsatz und notwendige Rücklagen immer gemeinsam.

Ist eine Finanzierung mit wenig Eigenkapital möglich?

Grundsätzlich kann auch eine Finanzierung mit wenig Eigenkapital möglich sein.

Ob sie umgesetzt werden kann und sinnvoll ist, hängt unter anderem von Einkommen, Bonität, Objekt, Kaufpreis und dem jeweiligen Finanzierungspartner ab.

Je höher der Finanzierungsanteil, desto wichtiger wird deshalb die gezielte Auswahl der Bank.

Und was ist mit Eigenleistungen beim Neubau?

Wer beim Neubau selbst Arbeiten übernimmt, kann damit Baukosten reduzieren.

Wie Banken Eigenleistungen bewerten und in welcher Höhe sie berücksichtigt werden, unterscheidet sich allerdings.

Deshalb sollten Eigenleistungen realistisch geplant und nicht als selbstverständlich verfügbares Eigenkapital betrachtet werden.

Über den Beitrag

Geschrieben von Christian Rill

Christian Rill ist seit 2020 geschäftsführender Gesellschafter bei Schöngart, Schürle & Rill. Zuvor war er langjährig bei der Volksbank Brenztal tätig.

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Porträt von Christian Rill
Christian Rill Geschäftsführender Gesellschafter Zertifizierter Baufinanzierungsberater
Das Wichtigste

Was Sie mitnehmen sollten

Es gibt keine Eigenkapitalsumme, die für jeden Käufer richtig ist.

Eine gute Finanzierung beantwortet deshalb drei Fragen gemeinsam:

  • Wie viel Eigenkapital ist vorhanden?

  • Wie viel davon sollte eingesetzt werden?

  • Wie viel sollte als Reserve verfügbar bleiben?

Häufig gefragt

Weitere Fragen zum Thema

Das ist häufig sinnvoll, aber nicht in jedem Finanzierungsfall zwingend. Entscheidend ist die individuelle Situation.

Solche Finanzierungen können grundsätzlich möglich sein, werden von Banken jedoch genauer geprüft.

Vermögenswerte können grundsätzlich berücksichtigt werden. Entscheidend ist, ob und wie sie für die Finanzierung eingesetzt werden sollen.

Wie viel Eigenkapital sollten Sie einsetzen?

Wir rechnen unterschiedliche Varianten mit Ihnen durch und schauen, welche Struktur zu Ihrer Situation passt.